Ittinger Meditationen

Unsere monatlichen Meditationen "Kraft aus der Stille" finden in der Regel immer am zweiten Mittwoch im Monat im Raum der Stille statt.
Hier finden eine Meditationsanleitung für Zuhause sowie die Texte (und Tonaufnahmen) der Ittinger Meditationen.

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Sich berühren lassen
Als Inspiration

Thema 2026: Baumgeschichten

Gott pflanzte einen Garten in Eden im Osten.
Und Gott liess aus dem Erdboden allerlei Bäume wachsen, begehrenswert anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. 
(1. Mose 2, 8–9)

Gott – du schaffst einen Lebensraum.
Einen Garten in reicher Fülle.
Leuchtende Farben,
Blumen, die das Auge erfreuen.
Sprudelnde Bäche, stille, tiefe Flüsse.
Aus der Erde lässt du Bäume wachsen:
schön anzusehen, nährend, voller Leben.

Mitten im Garten der Baum des Lebens.
Quelle, aus der immer Neues fliesst.
Verheissung von Leben, das nicht versiegt.
Und der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.
Er öffnet die Augen.
Für das Helle und das Schöne,
für das Dunkle und Zerbrechliche.
Ein innerer Kompass.
Eine leise Stimme für die Wahrheit.

Gott nahm den Menschen, den er gebildet hatte 
und setzte ihn in den Garten Eden, 
damit er ihn bebaute und bewahrte. (1. Mose 2, 15)

Gott schafft Raum zum Leben.
Er setzt den Menschen hinein –
nicht als Besitzer, sondern als Hüter.

Der Mensch darf gestalten, pflegen und bewahren.
Arbeiten und geniessen.
Alles ist da. 
Der Boden trägt. 
Es fehlt an nichts.

Und Gott sprach: 
Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen. 
Vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse aber, 
von dem darfst du nicht essen, 
denn sobald du davon isst, musst du sterben. 
(1. Mose 2, 16–17)

Gott setzt eine Grenze. 
Du darfst essen. Von allen Bäumen. 
Nur von diesem einen nicht.
Will Gott etwas vorenthalten? 
Ist seine Liebe begrenzt?
Oder weiss er mehr über das Gewicht der Freiheit, 
über die Last des Wissens?
Denn wer Gut und Böse erkennt, trägt Verantwortung. 
Kann sich nicht verstecken. 
Hört eine Stimme in sich.

Warum steht dieser Baum im Garten?
Weil der Mensch ohne Freiheit kein Mensch ist.
Weil Lieben wählen heisst.

Gott will keine Marionetten. 
Keine willenlosen Geschöpfe.
Er will ein Gegenüber. 
Einen Menschen, der frei antworten kann. 
Ein Ebenbild.

Thomas Bachofner

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Es gibt viele verschiedene Meditationsformen. In der christlichen Tradition wird Meditation als Nachsinnen über einen Text verstanden. Oft sind es biblische Worte, die als Grundlage dienen. Im Psalm 1 heisst es, dass jemand "Tag und Nacht über den Weisungen Gottes nachsinnt". In der lateinischen Übersetzung steht an dieser Stelle das Wort "meditari". Es geht um ein inneres Bewegen der Worte, so wie Maria die Worte, die ihr die Hirten über ihren Sohn Jesus sagten "in ihrem Herzen bewegte". Der spanische Mystiker Ignatius von Loyola (1491 - 1556) schrieb: „Nicht das Vielwissen sättigt die Seele und gibt ihr Befriedigung, sondern das innere Schauen und Verkosten der Dinge.“

Die Meditation ist eine Hilfe, um sich auf Gott auszurichten, das wahrzunehmen, was sich in meinem Inneren gerade melden möchte und um Körper, Seele und Geist in Einklang zu bringen.

Hier finden Sie eine Meditationsanleitung, die Sie für sich zu Hause alleine oder in einer kleinen Gruppe verwenden können. Versuchen Sie es einfach und bleiben Sie dran. Mit der Zeit werden Sie feststellen, dass das Meditieren immer leichter fällt und zu einer Übung wird, die Sie nicht mehr missen möchten.

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